
Im April führte mich eine relativ kurze und einfache Wanderung über die Grimminghütte auf den Tressenstein bei Trautenfels, der auch als „Kleiner Grimming“ bekannt ist.
Der Gipfel liegt auf 1196 hm und gilt als echter Geheimtipp.
Vor allem im Frühjahr, wenn am Grimming noch zu viel Schnee für eine größere Tour liegt, trifft man unterwegs meist nur wenige andere Wanderer.
Entsprechend ruhig ist es meist entlang der gesamten Route, obwohl der Gipfel einen grandiosen Ausblick über das Ennstal bietet.
- Technik, Kondition, Schuhwerk
- Parkplatz — Start der Tour
- Aufstieg über die Grimminghütte (inkl. GPX-Track)
- Gipfel des Tressensteins
- Abstieg und Rückweg
- Sonnenexposition
Technik, Kondition, Schuhwerk
Technisch ist die Tour nicht besonders schwierig und bewegt sich durchgehend im Bereich T1 bis T2 (leicht bis mäßig schwer) — nur ganz kurz vor dem Gipfel könnte man 1-2 Passagen eventuell als T3- oder T2+ einstufen (leicht anspruchsvoll).
Auch konditionell liegt die Tour im einfachen Bereich: Insgesamt sind nur rund 9,3 Kilometer sowie jeweils 572 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen.

Die Wahl der Schuhe ist natürlich individuell. Für diese Tour habe ich jedoch leichte Trekkingschuhe verwendet, da die Wegbeschaffenheit keine schweren alpinen Bergschuhe erfordert.
Für den Aufstieg benötigte ich bei sehr zügigem Tempo ungefähr eine Stunde. Der Abstieg über denselben Weg dauerte rund 45 bis 50 Minuten. Meine reine Gehzeit lag damit bei etwa 1:45 bis 1:50 Stunden. Als durchschnittliche Gesamtgehzeit im normalen Tempo sollte man jedoch ungefähr 2:45 bis 3 Stunden einplanen.
Parkplatz — Start der Tour
Ausgangspunkt der Tour ist das Schloss Trautenfels.
Dort stehen auch zahlreiche kostenlose Parkplätze zur Verfügung.
Aufstieg über die Grimminghütte zum Tressenstein

Vom Parkplatz aus führte mich der Leitnerweg zunächst hinauf zum Schloss und ich überquerte die Ennstalstraße auf einer Brücke. Anschließend ging es auf dem breiten Weg Nr. 681 längere Zeit relativ gemütlich bergauf. Dabei kommt man am „Bio-Institut am Moarhof“ sowie an der ebenfalls sehenswerten evangelischen Kirchenruine Neuhaus vorbei.

Nach der Ruine hält man sich stets links und folgt weiterhin dem breiten, geschotterten Weg der zunehmend steiler wird und schließlich im Wald in einen schmalen Wanderweg übergeht.

Im weiteren Verlauf folgt man der Beschilderung Grimminghütte/Tressenstein, passiert einen Schranken und folgt einem geschotterten Weg.
An einer markanten Abzweigung biegt man scharf nach rechts in Richtung Grimminghütte ab.
Bis zur Hütte verläuft die Route größtenteils auf einem einfachen T1-Wanderweg, der nur durch wenige kurze T2-Stellen unterbrochen wird.

Direkt nach der Grimminghütte folgte ich erneut der Beschilderung in Richtung Tressenstein und bog leicht rechts in nordöstlicher Richtung auf den Weg Nr. 685 ab.
Achtung: Keinesfalls dem Weg Nr. 681 weiter folgen, da dieser zu den Aufstiegswegen auf den Grimming über den Südostgrat beziehungsweise das Multereck führt.


Anschließend geht es im Wald stetig bergauf, wobei der Weg zum Gipfel hin etwas steiler wird und sich größtenteils auf T2-Niveau bewegt.
Im letzten Teil biegt man erneut scharf nach rechts ab, überquert eine Forststraße und der Weg dreht komplett nach Osten.
Die letzten ein bis zwei Stellen kurz vor dem Gipfel könnte man nach meiner persönlichen Einschätzung bereits als T2+ oder kurzzeitig sogar als T3 einstufen. Für durchschnittlich erfahrene Wanderer mit etwas Trittsicherheit sollten sie unter normalen Bedingungen jedoch kein größeres Problem darstellen.

Am Gipfel des Tressensteins
Am Gipfel angekommen, eröffnet sich ein traumhaftes Panorama über das Ennstal und die umliegende Bergwelt.
Richtung Osten sieht man Wörschach und Liezen, den Großen Pyhrgas , Bosruck, den Hexenturm und sogar den Großen Buchstein.


Auch das Schloss Trautenfels inklusive Schlossteich sieht vom Tressenstein interessant aus.
Im Hintergrund sieht man Richtung Sallaberg und Lantschern.

Blickt man vom Gipfel Richtung Nordwesten, sieht man im Vordergrund den Gwöhnlistein (hier rechts vorne im Bild zu sehen) und im Hintergrund die Tauplitzalm mit dem Traweng und Sturzhahn (von links nach rechts).

Blickt man nach Nordosten, sieht man das Gindlhorn, den Hechlstein und Brandangerkogel.

Blickt man Richtung Süden, sieht man Irdning und die umliegende Bergwelt – im Hintergrund unter anderem Mölbegg und Hochstein.

Abstieg und Rückweg zum Schloss Trautenfels
Abgestiegen bin ich über denselben markierten Weg, über den ich zuvor aufgestiegen war.
Sonnenexposition
Vom Schloss Trautenfels bis kurz nach der Kirchenruine Neuhaus beziehungsweise bis zum Eintritt in den Wald verläuft der Weg weitgehend ungeschützt und ist bei sonnigem Wetter entsprechend stark der Sonne ausgesetzt.
Im Wald ist man später durch den dichten Baumbestand überwiegend vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Kurz vor der Grimminghütte führt die Route nochmals über einen offeneren Forststraßenabschnitt, auf dem man für kurze Zeit wieder stärker der Sonne ausgesetzt ist.
Nach der Grimminghütte dreht der Weg nach Norden und steigt über die südliche Flanke des Tressensteins an. Im weiteren Verlauf wendet sich die Route zunächst nach Nordosten und quert im letzten Abschnitt in östlicher Richtung zum Gipfel. Obwohl dieser Teil der Tour größtenteils südseitig ausgerichtet ist, sorgen die dichten Bäume überwiegend für Schatten. Lediglich an einzelnen offenen Stellen ist mit stärkerer Sonneneinstrahlung zu rechnen.
Bist du bereits auf den Tressenstein gewandert oder kennst du eine interessante alternative Route? Dann teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren. Auch Hinweise zur aktuellen Wegbeschaffenheit sind jederzeit willkommen.
